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Sicherlich halten viele Golfer ein professionelles Training für überflüssig, sie schaffen das allein durch das Lesen von Golfbüchern, Tipps von Partnern und Mitspielern. Das glauben sie jedenfalls. Entsprechend sieht man dann auf dem Platz auch die abenteuerlichsten Schwungvarianten.
Natürlich ist es viel angenehmer, die Freizeit mit einer Runde über den Platz zu verbringen, als sich auf die Drivingrange zu stellen oder gar Unterricht beim Golfpro zu nehmen. Aber: Training kann neben dem guten Gefühl, etwas erarbeitet zu haben, durchaus auch Spaß vermitteln.
Nachdem der Winter in diesem Jahr lange den Platz im Griff hatte und nur wenig Gelegenheit zum Spielen bestand, kommt die von Mark Bray angebotenene Reise nach Spanien wie gerufen. Da hieß es für mich: Nichts wie ab in den Süden ins Islantilla Golf Ressort in Andalusien.
Dort, bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen hat das Training richtig Spaß gemacht von Last keine Spur.
Nach einer Mittagsrast im Clubhaus ging unsere kleine Gruppe zum Spiel auf den wunderschönen Golfplatz und versuchte das Gelernte umzusetzen. Wie gesagt: wir haben es versucht, mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg. Im letzteren Fall gab es noch die Möglichkeit, am Abend bei einem Glas Wein (oder auch zwei) allen Frust zu vergessen und auf den nächsten Tag zu setzten mit neuem Training und neuem Spiel.
Alles in allem war es ein wunderschöner Kurzurlaub und auch die Videos unseres Spiels, die Mark am letzten Tag mit uns analysiert hat, geben Anlass zu den schönsten Hoffnungen ;-)
Alles war rundum perfekt auch unser golffreier Tag, der gemeinsamer Ausflug nach Sevilla.
Bis auf eine Kleinigkeit: die Prozessionsspinnerraupen, die in meterlangen Reihen, wie eine pelzige lange Schnur eine hinter der anderen über den Platz zogen. Erst als Mark über und über mit juckenden Pusteln bedeckt war, haben wir erfahren, mit wem wir es da zu tun hatten. Diese Tiere sollte man auf keinen Fall berühren, da die Nesseln ein stark brennendes Gift absondern.
Für Tiere und auch Menschen ist gerade die Zeit zwischen Januar und April die gefährlichste. Während dieser Phase sind die Raupen stets auf Wanderschaft. Die Gefahr geht von den Brennhaaren, den so genannten Setae, mit denen sie bedeckt sind, aus. Sie enthalten das Eiweißgift "Thaumatopoein", das einen starken Juckreiz auf der Haut auslöst. Die Härchen werden vom Wind verteilt, können aber auch aktiv ausgeschleudert werden. Rote, stark juckende Punkte am Hals, Händen, Armen oder Beinen sind die Folge des Kontaktes der Härchen mit der Haut. Darum machen Sie einen großen Bogen um die Prozessionsspinnerraupen!
Jutta Brenguier
-Schriftführerin -
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